Was unterscheidet therapeutische Öle von herkömmlichen Ölen?

 

Der Ernteprozess: Aufgrund von Tariflöhnen die Erntearbeitern bezahlt werden müssen, lassen viele Hersteller die Pflanzen zu den „günstigsten Erntezeiten“ (also tagsüber) ernten. Die Säfte und Kräfte von vielen Pflanze sind aber zwischen drei bis sieben Uhr morgens am vollständigsten, deshalb ist dies die ideale Zeit für die Ernte (wenn auch kostenintensiver).

„Ruhen lassen“: Pflanzen werden nach der Ernte ganz individuell behandelt. Manche Pflanzen ruhen mehrere Tage  auf dem Boden um im Kontakt mit der Erde einen Fermentationsprozess durchzumachen. Manche Pflanzen werden am besten sofort destilliert und das Holz von Palo Santo zum Beispiel muss mehrere Jahre ruhen um durch Fermentation sein ätherisches Öl zu entwickeln. So kann es auch hierbei zu großen Qualitätseinbußen kommen wobei viele der komplexen Inhaltsstoffen der Pflanze verloren gehen.

 

Die Dampfdestillation

  • Sie sollte je nach Pflanze bei minimaler Verdampfungstemperatur erfolgen
  • bei geringstmöglichem Dampfdruck (0 – 2,5 kg)
  • bei langsamer Dampfdestillation (7 – 24 Stunden, abhängig von der Pflanzenart)
  • Selbstverständlich sollte nur „erstverdampftes Öl“ (analog zu 1.Pressung bei Speiseölen) verarbeitet werden

Die Böden, auf denen die Pflanzen für die Gewinnung von Ölen gezüchtet werden, sollten 100% schadstofffrei sein – die therapeutischen Öle von Young Living beispielsweise sind von Böden, die nachweislich noch nie chemisch gedüngt wurden. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Anbaugebiete sehr entlegen von der Zivilisation sind. Jegliche Schadstoffe würden sich auch im essentiellen Öl der Pflanze niederschlagen und die Wirkung beeinträchtigen.

Die kommerzielle Praxis sieht leider anders aus

  • Das Öl wird bei zu hoher Temperatur zwecks schnellerer Gewinnung destilliert
  • Es wird bei einem zu hohen Dampfdruck bis zu 70 kg destilliert, um die Essenzen möglichst schnell aus der Pflanze zu pressen
  • Die Dampfdestillation ist zu schnell (nur 2-3 Stunden)
  • Teilweise werden die Pflanzenteile zu einer zweiten, dritten und sogar vierten Verdampfung herangezogen. Dies führt natürlich zu einer „Verwässerung“ der Öle
  • Daran erkennbar, dass kommerzielle ätherische Öle oft erstaunlich flach oder wenig intensiv duften, wenn man sie direkt mit einem therapeutischem Öl vergleicht

Dabei gehen viele wertvolle Botenstoffe verloren. Molekülketten und die Information des Öles werden unvollständig und das Öl wird nicht vollständig von Fettmolekülen befreit. Gewöhnliche ätherische Öle hinterlassen demzufolge Öl- bzw. Fettflecken auf einem Blatt Papier, therapeutische Öle hingegen nicht. Dies wirkt sich auch auf die Durchdringungsfähigkeit des Öls durch jegliches Gewebe (inklusive der Blut-Gehirn-Schranke) aus – je feiner das Öl, desto besser die Durch-dringung. Bei Resten von Fettmolekülen am ätherischen Öl ist das Öl in seiner molekularen Struktur nicht so mikrofein wie für die Praxis erforderlich.

Des Weiteren bedeutet das Freisein von Ölmolekülen, dass keine Gefahr einer Ölpneumonie besteht. Herkömmliche ätherische Öle, die Fettmoleküle aufweisen, können bei zu lang an-dauernder Inhalation zu einer Lungenentzündung führen. Weswegen dann auch darauf hingewiesen wird, pro Tag den Verdunster nicht öfter als nur zwei- bis dreimal eine halbe Stunde anzuschalten. Bei therapeutischen Ölen besteht diese Einschränkung nicht. Man kann diese Öle tatsächlich stundenlang einatmen, was sich nur im Positiven bemerkbar macht.

Die oben genannten Faktoren, die therapeutische Öle klar von kommerziellen ätherischen Ölen abheben, können nicht immer vom Kunden vollständig überprüft werden. Synthetische Beimengungen können chemisch einen derartig gleichen „fingerprint“ wie die natürliche Substanz besitzen, dass sie labortechnisch nicht unterscheidbar sind. Der Grund ist, dass die meisten Labors nur Gaschromatographen mit 30-Meter-Säulen verwenden, was für die Analyse von synthetischen Chemikalien ausreichend ist. Für die Analyse natürlicher Substanzen sind allerdings Gaschromato-graphen mit Säulen von 50 bis 60 Metern Länge erforderlich, da die Feinheiten pflanzlicher Essenzen nur durch eine sorgfältige Trennung aller Bestandteile festgestellt werden können.

Ohne entsprechenden Gaschromatographen gibt es nur eine Instanz, die mit einigem Training zweifelsfrei das volle und natürliche Wirkungsspektrum in einem ätherischen Öl feststellen kann: die menschliche Nase, gepaart mit Feinfühligkeit und Intuition. So wie „Nasen“ in Feinschmecker-kreisen und Weinkreisen hochgeschätzt und hochbezahlt sind, so kann man auch im Bereich der essentiellen Öle eine „Nase“ entwickeln, die sich von nichts täuschen lässt. Vergleichen Sie z.B. ein therapeutisches Öl der Nelke oder des Ingwers mit einem kommerziellen Öl – Sie werden staunen, wie stark der Unterschied sogar für die untrainierte Nase ist. Therapeutische Öle haben eine vollkommen runde Blume, Tiefe und Spektrum und sie sind immer „weich“, gleich wie intensiv sie duften. Herkömmliche Öle hingegen haben oft einen scharfen oder beißenden Beigeschmack, was auf chemische Beimengungen, Streckung, oder auf zu hohe Verdampfungstemperaturen („verbrannte“ Öle) schließen lässt.

 

Ätherische Öle therapeutischer Qualität, die alle oben genannten Bedingungen erfüllen sind zurzeit nur von zwei Quellen erhältlich: Creer Lab Aromatology und Young Living Essential Oils.

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